Das Wissen vom Heilen mit Pflanzen ist so alt wie die Menschheitsgeschichte und mit dieser, in den unterschiedlichsten Kulturen, eng verbunden.

Die wesentlichen Wirkungen der Pflanzenheilkunde sind auf Mensch oder Tier als biophysische Ganzheit gerichtet und haben neben der direkten Behandlung eine Beeinflussung der in der jeweiligen Konstitutionslage zum Ausdruck kommenden Harmoniestörungen zum Ziel. Den einzelnen Heilpflanzen kommen dabei Wirkungen zu, die sich teils auf einen oder mehrere Hauptinhaltstoffe beziehen. Hierbei spricht man von bitterstoff-, gerbstoff-, schleimstoff- bzw. scharfstoffhaltigen heilkräftigen Bestandteilen der Heilpflanzen. Des Weiteren spielen ätherische Öle, Saponine, welche im Körper eine besonders reinigende Wirkung zeigen als z.  B. auswurffördernde bzw. harntreibende Mittel und weitere zum Teil noch nicht erforschte Wirkungsweisen, eine wichtige Rolle.

Die Verabreichung stellt bei Pflanzenfressern eine wesentlich einfachere Aufgabe dar. Beim Pferd kann dies durch getrocknete Kräuter, die dem Futter zugesetzt werden, erfolgen. Bei Katzen und Hunden ist es aufgrund der anderen geschmacklichen Richtung schwieriger, aber nicht unmöglich. Ich habe auch schon viele Hunde kennengelernt, die die Kräuter sehr gerne gefressen haben. Es besteht auch die Möglichkeit die Kräuter in Form von Tee oder Kaltauszügen zu verabreichen.

Die Phytotherapie kennt noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten. So können zum Beispiel auch Salben oder Cremes mit entsprechenden Wirkstoffen verwendet werden, die sehr wirkungsvoll bei Hauterkrankungen, aber auch zur Verbesserung der Wundheilung eingesetzt werden können.

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